Philipp Catterfeld:
Freibadnovelle – Exposé


Sommer. Sonne. Selbst im Freibad ist nicht viel los. Doch dann verliebt sich das junge, auffallend hübsche Mädchen in diesen Typen mit dem grünen Buch. Lange bevor er es merkt, wissen die Stammbadegäste um ihn herum schon Bescheid.
Vier Hochsommertage ist es heiß, am fünften zieht ein Gewitter herauf. Es blitzt, es donnert, und keiner will gehen.
Aber deshalb diese ausführliche Rekonstruktion der Ereignisse? Dabei kommen zehn Personen insgesamt 134-mal zu Wort:

~ Die ältere Dame will Romantik live.
~ Der Biertrinker schwankt zwischen Neugier und Sünde.
~ Für den Freund vom Porno-P. ist alles "Boah!", "Moah!" und "Woah!"
~ Leila genießt erst die eine und dann eine andere Anerkennung.
~ Die Rezensentin bleibt unglücklich verliebt.
~ Klein-Greta wird vom Schicksal gestreift.
~ Die junge Frau behauptet, die Träume anderer zu träumen.
~ Der, dessen Freund das hübsche Mädchen "Die Drecksau" nennt, weint gleich.
~ Mehmet ersinnt ein Lied.
~ Und auch der sehr alte, sehr braun gebrannte Herr fühlt sich zur Poesie berufen.

Sie alle werden überrascht, sie alle sind schuld, wenn am Ende der Blitz ins Schwimmerbecken kracht.

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